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Drittbeste Nachwuchs-Servicemitarbeiterin Deutschlands: Das ist Lea Berk

Drittbeste Nachwuchs-Servicemitarbeiterin Deutschlands: Das ist Lea Berk

Sie sind das Highlight der Nachwuchsförderung im Gastgewerbe: Die vom DEHOGA ausgerichteten Jugendmeisterschaften. Unter den besten Auszubildenden Deutschlands glänzte in diesem Jahr ganz besonders das Team Mecklenburg-Vorpommern – mit zwei herausragenden Bronzemedaillen in den Einzelwertungen! Wir haben mit Lea Berk, frisch ausgelernte Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie im Güterbahnhof Neubrandenburg, über ihre Erfahrungen, Emotionen und schönsten Momente beim Wettbewerb gesprochen.

© Staatskanzlei MV

Lea, zunächst unseren Glückwunsch zum dritten Platz! Du standest bei den Deutschen Jugendmeisterschaften mitten im Rampenlicht – wie hast du dich auf das Wettkampfwochenende vorbereitet?

Vielen Dank! Ich habe versucht, für mich ein gutes Mittelmaß zwischen den Vorbereitungen und Freizeit zu finden, um nicht völlig die Nerven zu verlieren und die Aufregung im Zaum zu halten. Zwischen stundenlangem Lernen und Üben habe ich versucht, genügend Pausen zu lassen, um mit meinen Freunden und meiner Familie Zeit zu verbringen und mal auf andere Gedanken zu kommen.

Wie war das Gefühl, als Drittplatzierte im Bereich Restaurants und Veranstaltungsgastronomie auf der Bühne zu stehen und zu wissen: Du hast gerade deutschlandweit abgeliefert?

Absolut surreal. Natürlich hat man die ganze Zeit irgendwie gehofft, dass man eine gute Platzierung erzielt, aber als dann dieser Moment eingetreten ist, konnte ich es kaum glauben. Es war auch so unfassbar krass, als gesagt wurde, dass die Bronze-Medaille geht in den Norden geht. Da gab es so einen Stimmungs-Umbruch, als wüssten alle bereits, dass mein Name als nächstes gesagt wird. Und dann steht man auf der Bühne mit der Medaille und sieht die stolzen Gesichter des gesamten Team MVs und unseren Begleitern und in dem Moment wusste ich einfach, dass meine Entscheidung für die Ausbildung absolut richtig war und sich alles gelohnt hat. Richtig glauben kann ich es jedoch immer noch nicht.

Beim Wettbewerb ging’s ja nicht nur ums Servieren, sondern auch um Theorie, Serviceleistungen am Tisch und Kommunikation – was war für dich die größte Herausforderung?

Definitiv das Flambieren des Pfeffersteaks Madagaskar. Zum einen, weil ich die gewünschte Garstufe hinbekommen musste und zum anderen habe ich großen Respekt vor Feuer. Dementsprechend war es schwierig für mich, ein in Öl gebratenes Steak mit einer Spirituose zu entflammen. Ich wusste, dass ich die Kontrolle über den Zeitpunkt des Entflammens habe, dennoch war es schwierig, mir dies auch zuzutrauen. Aber immerhin habe ich dieses Mal keinen Rauchmelder ausgelöst, anders als in der Trainingswoche im Weinhaus Uhle.

Gab es während der Meisterschaft einen Moment, der dir besonders unter die Haut gegangen ist – vielleicht, weil alles perfekt lief oder weil du über dich hinausgewachsen bist?

Für mich war das ganze Wochenende rundum perfekt. Nachdem das Menü durch war und wir wieder im Hotel waren, habe ich für mich nochmal alles Revue passieren lassen und habe für mich feststellen können, dass es nach der Theorie für mich eine sehr entspannte Atmosphäre war. Ich wollte zeigen, was ich kann und dass ich verdient dort stehe. Aber ich wollte auch einfach eine gute Zeit haben und habe mir dann mein Mindset angenommen, dass sowieso alles aus einem bestimmten Grund passiert und ich nichts anderes machen kann, als mein Können zu zeigen. Das war für mich tatsächlich ein Moment, in dem ich über mich hinausgewachsen bin, da ich viel zu viel über jedes Detail nachdenke und gerne alles unter Kontrolle habe. An dem Wochenende gelang es mir jedoch, einfach mir selbst zu vertrauen und die Dinge einfach passieren zu lassen. Beim Menü ging es mir dann einfach nur noch darum, dass meine Gäste einen schönen Abend haben und sich wohlfühlen. Im Zusammenspiel mit Noah ist uns dies auch wirklich gut gelungen. Wir waren von der ersten Sekunde des Menüs eine Einheit und es lief alles perfekt.

Was nimmst du aus dieser Erfahrung mit – und wie stellst du dir deine Zukunft in der Gastronomie vor?

Mir selbst mehr zu vertrauen und vor allem auch Vertrauen in mein Können und zu haben und dazu zu stehen. Vielleicht auch öfter mal die Dinge einfach passieren zu lassen und nicht ständig alles unter Kontrolle haben zu müssen. Aber ich nehme auch mit, dass Gastronomie, und vor allem der Service, so vielseitig sein können. Viel mehr als das, was man im alltäglichen Geschäft so macht. Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute sich für die Gastronomie begeistern können, denn es ist mehr als nur volle Tabletts und Teller mit Essen rauszubringen. Dieses Mindset muss aus den Köpfen verschwinden, um mehr Nachwuchs begeistern zu können und vielleicht sehe ich da auch meine Zukunft: In der Nachwuchsförderung.



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